Freitag, 8. Juli 2011

Zurück in heimischen Gefilden

Zugegeben, die Ostsee hat schon was - das Rauschen der See, der Wind, die Steine am Strand ... immerhin hatten wir bis auf den Schneesturm alle Wetter. Eigentlich bin ich im Sommerurlaub lieber in den Bergen. Alpenpässe hoch und runter, auch mal wandern und in den Bergseen baden *seuftz*. Aber dieses Jahr ist alles anders und so fügten sich die Dinge so zusammen, dass jeder was davon hatte.

Angefangen hat alles an einem Dienstag Morgen 3 Uhr. So garnicht meine Zeit! Und schon garnicht, wenn ich weiß, dass es keinen gescheiten Kaffee gibt, weil die Maschine zur Reparatur ist ...
Nun denn, das Fernziel war definiert und so pellte ich mich aus meiner Bettwäsche und trat brav meine Reise gemeinsam mit Herrn Wolllaus an. Der Sonnenaufgang war die erste Entschädigung für den frühen Tagesstart.

Zwischen 5 und 6 Uhr einen guten Kaffee zu bekommen gestaltet sich schwierig und man ist dankbar über die Erfindung der Tankstelle mit Bistro ;-)

Für uns gibt es zwei Möglichkeiten an die Ostsee zu kommen. Entweder über die Autobahn über Berlin oder durch den Harz mit einem großen Anteil Landstraße. Die Zeiteinsparung über die Autobahn ist unwesentlich, also nehmen wir die Strecke durch den Harz und da gab es definitiv viel mehr zu sehen ...

Traumhaft, oder?

Außerdem hatten wir ja noch das von mir gewünschte Zwischenziel




Richtig! Hamburg - Hafen ... und das nur, um mal kurz zu gucken und eine Fischsemmel zu essen ... und dem Gedanken: Da sollten wir mal wieder ein paar Tage verbringen ...

Und dann unser Ziel in greifbarer Nähe - der größte Kleiderbügel ist in Sicht!

Die Brücke zu einer spannenden Woche ...

Ja, ich hatte es also geschafft und bin auf der Insel Fehmarn und die Färber können an dieser Stelle schon erahnen, was ich dort getrieben habe ...

Herr Wolllaus hatte eine Woche Zeit, die Insel zu erkunden, Leuchttürme zu besuchen, sich im U-Boot rumzutreiben, viele Kilometer mit und gegen den Wind zu radeln, Deichschafe zu fotografieren, zu baden und schöne Plätze zu erkunden, wo wir die Abende verbringen konnten.
Ich machte es mir derweil bei Karin und Armin im Garten bequem und lernte viele nette Menschen kennen, mit denen ich dann die nächsten Tage versuchen würde, Pflanzenfarben auf Garnen und Stoffen zu bändigen. 

Die erste Färbung



und weiter geht´s



zwischendrin Färbepfanzenkunde inmitten von Reseda

Und was wäre ein Färbekurs bei Karin, wenn sie nicht stolz die ganze Palette ihrer Pilzfärbungen präsentieren würde ...

Auch ich habe nun eine ganze Palette mit bunten Ministrängen und Tüchlein, gut eingetütet und beschriftet und ich zeige sie euch auch, wenn ich wieder ein bissel mehr Durchblick habe. Noch haben wir Urlaub und bei dem vielen Wissen, was ich aufgesaugt habe, brauche ich jetzt erst noch ein wenig Erholung.
Und zur Erholung gehört Motorrad fahren, stricken, spinnen und ein wenig Garten, lecker kochen und essen und den einen oder anderen Freundschaftsbesuch ...

Bei unserem gestrigen Ausflug nach Torfhaus habe ich eigenwillige Steine entdeckt ...

... die meinen Ostseesteinen auf eine gewisse Art ähnlich sind ;-)

Kommentare:

  1. Liebe Kathrin,
    da hattest du ja eine tolle Woche! Schöne Bilder hast du uns mitgebracht und die Färbungen sehen traumhaft aus.


    Liebe Grüße
    Moni

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  2. Och, ich ganz neidisch bin. Leider werde ich es dieses jahr nicht zu den Beiden schaffen. Es war bestimmt berauschend.
    LG Sheeepy

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  3. hallo kathrin,
    ganz zufällig bin ich auf deinem blog gelandet und hab mich ein wenig umgeschaut. was mich besonders freut ist, dass du die fattoria la vialla auch kennst....... wir sind seit vielen jahren begeistert von den produkten!!!
    liebe grüsse aus der schweiz,
    monica / filz-t-raum.ch

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Danke für deinen Kommentar
LG Kathrin