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Donnerstag, 29. März 2012

Auf der grünen Welle ...

... gegen das graue Wetter, so war der Grundgedanke. Während gestern schon fast sommerliches Wetter war, ist es heute grau in grau und Regen scheint in Sicht. Verwöhnt war ich in den letzten Tagen und gierig nach jedem neuen grünen Zweig und Blättchen.

Aber was soll´s! Die erste Wollwäsche ist abgeschlossen und liegt trocken im Karton. Gefärbt habe ich auch und weiß jetzt, dass ich es den Winter über nicht verlernt habe. Und ... ich habe mir den Frühling ins Zimmer geholt. Nicht nur in Form von Zweigen, die jetzt austreiben. Nein! Auch eine Mischung der neuen Färbungen aus roten Zwiebelschalen, einer mit Indigo überfärbten Goldrutenfärbung und einer Indigofärbung sind mir ins Warme gefolgt.


Wie immer haben sich diese Färbungen in grün zickig vor der Kamera und dann noch dazu das graue Wetter ... tzzz. Das schöne Grün der roten Zwiebelschalen verschwindet mal wieder spurlos auf den Bildern
Also werde ich jetzt diese Fasern erstmal zu einem Garn bändigen und die Funktion "natürliches Grün" an der Kamera suchen und dann nochmal einen Versuch starten, euch meine grüne Welle zu zeigen ...

Freitag, 9. März 2012

Sie kann es einfach nicht lassen ...

... und irgendwie kann ich sie auch verstehen. Ein wenig erinnert sie mich in solchen Situationen an Onkel Dagobert, der mit einem eleganten Kopfsprung seine Schwimmrunden im Geld beginnt. Es muss wohl ein Hochgenuss sein, in diese Wolken von Wolle einzutauchen und sich reinzukuscheln ... *träum* ... oder ist das etwa wieder nur die knallharte Qualitätskontrolle?


Wer weiß ...
Nicht absehbar war, wie dieser Berg Wolle wohl aussehen könnte. Schwierige Fasern waren es definitiv. Und eigentlich war der Plan mit diesen Wollflocken ein anderer. Aber egal, auch sowas muss mal getestet werden sowohl kardiertechnisch als auch spinntechnisch.


Schnurri hegt berechtigte Zweifel an meinem Tun - glaube ich. Denn das hat man selten, dass sie so nah am Geschehen ist. Oder kann sie etwa schlecht gucken und braucht eine Brille?


Nach anstrengenden Stunden gemeinsamer Arbeit haben wir dann zu guterletzt doch noch ein ansehnliches Werk vollbracht. 3 Stränge sind es geworden ...



 ... und jeder ist anders. Kein Farbverlauf, kein meliert und dennoch passen sie zusammen. Ein Mix aus verschiedenen Wollsorten mit unterschiedlichen Färbungen mit Cochenille, Rotholz und Krapp, schwarzer Alpaka und Seide und so schöööön weich.


Noch kann ich mich nicht entscheiden, ob ich sie abgeben möchte oder selber behalte ...

Montag, 24. Oktober 2011

So schön ...

... war am Wochenende das Wetter. Es lud mich dazu ein, nochmal so richtig in der Werkstatt zu wirbeln. Während die Farbtöpfe ihren Job machten, habe ich doch noch einmal Wolle gewaschen und weil Herr Wolllaus mir hier und da zu Hand ging, konnten wir am Nachmittag auch noch einen guten Schwung Wolle kardieren. Ach ja ... *seuftz*
Ein wenig wehmütig schaue ich doch auf das Färbejahr zurück, was Manches hat anders laufen lassen als gedacht. Aber dennoch, ich habe viel geschafft, viel dazu gelernt und den Kopf voller Flausen für die nächste Färbesaison, was nicht bedeutet, dass die Farbtöpfe schon in die Winterpause gehen dürfen ...

Nun denn ...

Der Strang Farbverlauf in natura ist vom Spinnrad gehüpft


Ein weiterer Strang für die Handschuhe passend zur Mütze ist auch fertig

Socken für die Sockenkiste in Gr. 39 mit nicht verstochenen Fäden, wie ihr das von mir kennt

Besondere Ereignisse brauchen auch besondere Stulpen, die besonders wärmen und heilen

Und weil die Kardieraktion so prima klappte, musste die Coburger-Fuchs-Rolle gestern auch gleich angesponnen werden. Verzwirnt wird sie mit Merino und sieht richtig klasse aus


Freitag, 14. Oktober 2011

Was macht eigentlich ...

eine Wolllaus an einem freien Tag? Sie hat erst einmal eine große Liste mit lauter Dingen, die zu erledigen sind. Voller Elan und Tatendrang brütet sie über einer Tasse Kaffee womit sie zuerst anfangen soll.
Klar Telefonate mit Leuten, die nur in der Woche erreichbar sind, sind erstmal ganz wichtig. Dann kommt der Papierkram dran ... und? ... schon ist alles durcheinander, weil meist mit dem Weggräumen von angestautem Papierkram das große Räumen beginnt ...

Da fallen einem Dinge in die Hände, die man von rechts nach links und wieder zurück geschoben hat. Zu wichtig zum Entsorgen, aber nicht wichtig genug, es zu bearbeiten ... ja und dann, dann kommt so ein Tag wie der Gestrige.

Aber nicht nur Papierkram wird so erledigt. Kennt ihr das noch?

















Ja zugegeben, das war schon ganz schön groß, lag aber da und schaute mich an. Aber weder ich noch die werdende Weste selber schienen mit der Arbeit zufrieden. Und so kam gestern das große Ribbeln. Und nun liegt sie da ... und wieder schauen wir uns an und haben keine Idee.

Als ich gestern Nachmittag allerdings mal wieder mit an der Alten Lady arbeitete und die Wolle durch meine Finger glitt und die verschiedenen Farben der Schafe mich anlachten, da kam mir eine Idee.
Ich hatte nämlich die Westenwolle schon einmal mit weiß verzwirnt, also warum nicht einfach mit weiß verarbeiten? Da ist sie auch schon meine Jumbozigarre ...














So langsam komme ich der Sache auch auf die Schliche, wie das mit den Wollrollen funktioniert. Dieses kleine Ding unter der Wolle ist übrigens eine Streichholzschachtel, nur falls man das nicht erkennen kann.

Donnerstag, 11. August 2011

Muss ich mir Sorgen machen ...

... weil mein Mann neuerdings auf Zigarren steht? Immerhin rauchte mein Schwiegervater Zigarren und manche rochen echt gut und andere wiederum haben fürchterlich gestunken. Aber ohne Zigarre, das ging nicht. Man hat ihn im Garten nicht gesehen, wenn er Unkraut in den Beeten zupfte, aber man konnte dem Geruch nachgehen und wurde fündig.

Bei Herrn Wolllaus ist das anders. Man kann diese Zigarren nicht riechen, zumindest nicht auf Entfernung.
Aber sie machen mindestens genauso süchtig.

Während die Zigarren meines Schwiegervaters für getrennte Abende sorgten, weil im Haus nicht geraucht werden durfte, verbinden unsere Zigarren - zumindest beim Herstellen *lach*

Dienstag, 24. Mai 2011

Bildnachträge und ...

... was man im Urlaub so erleben kann, wollte ich heute noch nachschieben, bevor ich mich dem nächsten Anfall von Wollwäsche hingebe.

Ja, zugegeben, es war recht aufregend bei uns in letzter Zeit, bevor wir in eine Woche Urlaub starteten.

Angefangen hat alles am Freitag, dem 13. als 7 Männer mit viel großer Technik die "Nostalgie" bei uns einziehen ließen.















2,5 Stunden dauerte es, bis die "Alte Lady" ...   














an Ort und Stelle war.















Jetzt wird es wohl noch ein Weilchen dauern, bis sie das erste Mal zum Einsatz kommt, denn sie möchte sich noch mit Strom versorgen lassen und eingerichtet werden.

Weiter ging es mit einer Wolllieferung, von der ich mir viel versprochen hatte und dann doch sehr enttäuscht war. Ich hatte von diesem Schäfer schon einmal Wolle und fand sie richtig gut und ließ mich deshalb dazu hinreißen, gleich einen großen Karton zu bestellen. Aber nicht ein einiziges zusammenhängendes Vlies war diesmal zu erkennen - nur zerpflückte Wollstücke von unterschiedlichen Schafen und durchgängig in diesem Zustand















Teilt man die Gesamtmenge durch 4, dann habe ich einen Teil der ganz akzeptabel ist, einen Teil, der gut gereinigt werden muss, einen Teil der als Testwolle für die Maschine geopfert wird und einen Teil, den man gleich wegtun kann.

Man müsste es eigentlich zurück schicken ... Aber ich versuche es sportlich zu sehen und bin eine Erfahrung reicher. Eine Herausforderung für Mensch und Maschine wird es allemal.

Das Wetter passte in der letzten Woche für ein paar Ausflüge und hin und wieder gelang mir ein Schnappschuss und man staunt, was manche Leute so auf und in die Berge stellen.
















Abenteuerlustig waren wir im kulinarischen Bereich, denn das war uns neu, dass man sowas















essen kann. Algensalat ist das. Nun ja ... ganz lecker, wenn man das Passende dazu hat. Vom Seespargel haben wir an der Theke nur mal probiert und waren der Auffassung, dass richtiger Spargel einfach besser ist. Und so habe ich mal wieder ein neues Rezept mit grünem Spargel probiert und weiß jetzt, dass man Schnittlauch bindefähig bekommt, in dem man ihn kurz in heißes Wasser taucht