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Dienstag, 7. Mai 2013

Maiwichtigkeiten - alle Jahre wieder

Obwohl der Jahresstart wettertechnisch und auch so außergewöhnlich war, ist nun im Mai doch alles so wie immer - zumindest fast.

Kaum sind ein paar warme Tage kommt man dem Wildwuchs im Garten kaum noch hinterher und der Ehrgeiz den Giersch aufzufuttern hält sich bereits auch schon wieder in Grenzen. Es ist einfach nicht zu schaffen! Na und lange Ohren wollen wir ja nun auch nicht bekommen.
Wildkräuter sind dennoch täglich ein Thema egal ob als Suppe, Salat oder einfach nur so irgendwo dazu. Jetzt kommen ja auch schon wieder die herrlichen Teegartenkräuter wie Pfefferminze und Zitronenmelisse. Und es beginnen die ersten Konservierungsarbeiten - man weiß ja nie so genau wann der nächste Winter in welchem Umfang vor der Türe steht ... *stirnrunzel*

Der Salat im Gewächshaus muss nun langsam den Tomaten und Pepperonis weichen und der Rhabarber treibt so vor sich hin. Der Salbei steht prächtig und zappelt schon mit den Blättern, um endlich zusammen mit Schinken und Butter zu einer Soße zu verschmelzen - dazu Kartoffeln und Spargel hmmmmmm oder vielleicht dazu noch ein Steak? Oder ein Eierkuchen mit Spargel gefüllt oder Bisquitrolle mit grünem Spargel und Lachs *legger*.  Hinterher möglicherweise ein Grießpudding mit Rhabarber oder doch lieber ein Eis und dazu was von der letzten roten Grütze vom letzten Jahr ...

Nein ihr Lieben, ich bin noch Herr meiner Sinne, es ist nur vielleicht im Moment ein Tick zu viel Grün für mich, glaub ich ... oder so. Man ist es aber auch schon garnicht mehr gewohnt ...
Um nicht nur über Essen nachzudenken und bei jedem Gang über die Wiese zu grübeln, was aus den Kräutlein werden könnte, habe ich mir einen Strang Wolle aus einem WWWP des letzten Jahres geangelt. Der Strang ist von Sabine und die Färbung ist Dahlie und Rotholz


 Auf der Leine hier zusammen geschoben passt er mir 3 x um den Hals. Ein schöner Sommerschal wie ich finde. Hier noch ein Detail


So, der ist nun fertig und ich bin zufrieden. Draußen regnet es und zum Sport muss ich auch noch. Aber der nächste Strang ist schon in Sichtweite. Ich könnt ja wenigstens schon mal wickeln ...

Donnerstag, 25. April 2013

Und weiter geht es ...

... mit ein paar der Zeit angepassten schnellen Gerichten mit Wildkräutern. Wer kennt sie nicht die beliebte Bärlauch- oder Brennnesselsuppe. Meist als gebundene Suppen mit Sahne verfeinert und oft als Vorsuppe gereicht.

Meine Version von gestern war die:

Zuerst einmal Kräuter sammeln - reichlich Brennnessel, etwas Giersch, ein wenig Gundermann, etwas Löwenzahn und ein paar Blätter Bärlauch


Aus einer Beinscheibe eine Brühe mit etwas Salz kochen. In einem 2. Topf Basmatireis kochen.  Jetzt entweder Suppengemüse putzen und klein schneiden oder welches aus der Gefriertruhe holen oder wie in meinem Fall 2 Löffel aus dem Glas. Das geht allerdings nur, wenn man eine Tochter hat, die verrückt genug ist, ihre eigene Gemüsebrühegrundlage als Wintervorrat in Gläsern zu produzieren und diese zu gegebenen Anlass verschenkt. Aber dazu später mehr.

Jetzt die gare Beinscheibe aus der Brühe angeln und klein schneiden, das Suppengemüse hinzufügen und leicht köcheln bis es gar ist. Dann den Reis dazu und würzen mit Pfeffer und Salz. Jetzt eine  ca. Hand voll Dinkelflocken in die Suppe und die Kochplatte ausschalten. Die Kräuter grob hacken und in die nicht mehr kochende Suppe geben, umrühren, abschmecken und futtern.

So ganz war ich anfangs von meiner Idee nicht überzeugt, ob das wirklich schmeckt. Aber ich muss sagen ... legger! Und zwar so lecker, dass es nicht mal ein Foto gibt, aber ich denke die paar klein geschnittenen Zutaten als Suppe kann sich jeder vorstellen.

Und weil es Giersch ja meist im Überangebot gibt, hier gleich noch eine schnelle Sache als Nudelsalat.


Schleifchennudeln oder andere für Salat geeignete Nudeln kochen. Inzwischen z.B. Gurke, Radieschen, Tomate oder anderes Gemüse klein schnippeln mit etwas Nudelkochwasser, Olivenöl und Balsamico mischen und mit Pfeffer und Salz und ggf. Chili würzen. Klein geschnittenen Giersch, Gundermann, Löwenzahn, Bärlauch und Spitzwegerich untermischen und fertig. Lässt sich gut vorbereiten und schmeckt solo genauso gut wie zu Bratwurst und Brätel oder Schnitzel oder gebratenen Fisch. Brennnessel mache ich übrigens nicht mehr an Salate seit ich weiß, wie Brennnessel auf der Zunge brennen kann. ;-)




Mittwoch, 24. April 2013

Ich mach dann mal Pause ...

... weil ich irgendwie das Gefühl hatte, es könnte sich um die Mittagszeit handeln. Als treu sorgende Ehefrau habe ich natürlich das "richtige" Mittagessen bestehend aus Kartoffeln, Brokkoli und Schnitzel dem Herrn Wolllaus überlassen - ja so bin ich nun mal.
Ein Blick in den Kühlschrank ... gääääähnende Leere, was kochen ... keine Lust und schon garnicht bei diesem Wetter. Neeee!

Also schnell ein paar Scheiben Brot geschnitten, Quark drauf, ´n bissel Pfeffer und Salz und die 2 Radieschen, die sich ohnehin einsam gefühlt hätten. Noch ein Glas Kombucha mit Wasser verdünnt dazu und ab auf die Wiese. Rausgekommen ist dabei das hier


Aufgepeppt mit Giersch, Gundermann und Schafgarbe - frühlingsfrisch macht sowas gute Laune und wer mehr zu Wildkräuterbroten und deren Bewandnis wissen möchte kann das bei Anke nachlesen. Ich muss jetzt nämlich dringend wieder auf die Wiese, denn ich habe da so einiges gesehen ... immerhin muss sich frau ja noch was zum Abendessen ausdenken :-)

Freitag, 19. April 2013

Wochenend und Sonnenschein ...

... na warten wir es mal ab, ob wir nun zur Region schönes Wetter oder zur Region Regenwetter zählen. So genau kann man das bei uns nämlich nie sagen. Wenn es rundherum regnet und auch so vom Wetterbericht angekündigt wurde, kann es durchaus sein, dass wir die dicken schwarzen Wolken zwar sehen, aber bei uns kein einziger Tropfen fällt und schon garnicht, wenn man darauf wartet, um nicht gießen zu müssen.

So oder so, die Sonne lacht gerade im Backofen, nämlich mit Sommerfrüchten des letzten Jahres, die ich zu roter Grütze für Joghurt verarbeitet hatte und die jetzt ein "Crumblekuchen" werden. Ja ja, ist schon klar, man könnte auch Streuselkuchen dazu sagen, ist es aber nicht ganz. Zumindest erzählte mir das damals dieser Koch, der eine ganze Zeit dort verbrachte, wo Crumble heimisch ist. Wie dem auch sei, ich habe jedenfalls die Crumblemischung auf einen Hefeteig gepackt und fertig. Am besten schmeckt er frisch, so wie das bei Hefekuchen nun mal so ist, ist aber nach 1-2 Tage Durchziehzeit auch nicht zu verachten. Mal sehen, wie weit er das diesmal schafft :-)

Und bevor ich es wieder vergesse, Thema BROTAUFSTRICHE!
Liebe Gitta und alle, die das noch interessiert, klick  HIER zum Basisrezept. Kartoffeln lassen sich durch Hülsenfrüchte ersetzen, aufgepeppt wird derzeit mit frischen Gurken, Radieschen oder Möhren und allerlei Grünzeug von der Wiese, wobei der Bärlauch an oberster Stelle steht.
Und so schnell wie so ein Brotauftsrich fertig ist, kann man auch auf die Schnelle ein Süppchen zaubern. Wie wäre es mit Brennnesselsuppe, der klassischen Bärlauchsuppe oder einer Wildkräutersuppe auf Kartoffel-Möhren-Suppenbasis in die man zur Not auch eine Bockwurst legen kann ...
Na egal, Hauptsache das Essen ist schnell fertig, denn nach diesem langen Winter muss man ja schließlich jede schöne Minute an der frischen Luft genießen. In diesem Sinne wünsch ich euch ein schönes Wochenende und übertreibt´s nicht mit der Gartenarbeit, da kann man nämlich ganz schnell "Rücken" davon bekommen ;-)

Freitag, 22. Juni 2012

Die Kleinigkeiten des Lebens ...

Immer wieder bestaune ich in anderen Blogs diese großartigen Dinge, die entstehen und die großartigen Dinge, die erlebt werden. Das ist richtig toll. Und oft denke ich ein wenig neidisch: Mensch, die haben doch nicht etwa alle den 48-Stunden-Tag bekommen. Oder verzettele ich mich etwa zu sehr mit Kleinigkeiten? Ja diese Kleinigkeiten, hier 5 Minuten, da eine viertel Stunde. Zugegeben, Vieles davon müsste ich nicht machen, das geht in der heutigen Zeit auch einfacher oder man kann es fertig kaufen.

Gestern war wieder mal ein solcher Tag der Kleinigkeiten, aber er war schön und es gab Momente, da hab ich mich gefreut wie ein kleines Kind. Da war z.B. das Telefonat mit der Frau aus meiner Lieblingsmühle, bei der ich immer mein Pizzamehl bestelle, was dann für mich extra zusammen gemischt wird. Weil eben selbst gemachter Pizzateig einfach besser schmeckt und weil man diesen Teig auch für Toskanisches Brot nehmen kann und selbst Nudelteig geht mit dieser Mischung ganz prima selber zu machen. Fachsimpeln über Mehlsorten und was man alles daraus machen kann und dass Weizenkleie keineswegs nur der Nahrungszubereitung dient, sondern auch ein wertvoller Zusatzstoff in der Färberei ist.

Die Färberei macht an Regentagen zwar keinen Spaß, aber die Freude eine besondere Wolle gebändigt zu haben, die bleibt wohl noch eine Weile.


Wobei es eben auch Färbungen gibt, die an Regentagen besonders gut gelingen. Woran das auch immer liegen mag ...

Holunderblütensirup, Holunderblütenlikör und getrocknete Holunderblüten gegen Erkältung - kleine Geschenke und eigener Vorrat - der nächste Winter kommt bestimmt.


Der Genuss im Jetzt, frisch zubereitet aus Gartenerdbeeren und selbst gemachtem Joghurt - lecker!!!


Auch heute ziehe ich wieder los und widme mich den Kleinigkeiten und betuddel dann erstmal meine Pflänzchen, die der Regen hoffentlich nicht ganz platt gemacht hat. Auch den gestrigen Färbungen werde ich mich widmen, die vielleicht ein Tomatenbrotrot geworden sind. Und dann ist da noch die gesponnene Wolle, die nun lange genug entspannt hat und heute im Sommerwind trocknen kann und die Vorfreude auf´s Wochenende ...

Und mit welchen Kleinigkeiten startet ihr ins Wochenende?

Donnerstag, 7. Juni 2012

An einem Mittwoch ...

... im Hause Wolllaus. Kennt ihr das auch, diese Tage, an denen einfach nichts gelingen will, an denen man Dinge gesagt bekommt, die man nicht hören will, an denen irgendwie kein Stein auf den anderen passt, wenn aus Mücken Elefanten werden und sowie alles doof ist? Es sind diese typischen Tage, an denen man lieber im Bett bleiben sollte. Und dennoch scheint man auch diesen Tagen noch etwas Positives abgewinnen zu können, in dem man einfach das Tagesthema wechselt und ein paar Bilder von dem macht, was sich so angesammelt hat.

Schaut mal, ich habe gehäkelt ...


... habe Wolle gewickelt ...


... habe gestrickt ...


... etwas gestickt ...


... und das gemacht, was ich richtig gut kann. Und das fing ungefähr so an:

"Du Schatz, ich habe keine Lust mehr einzukaufen."
" Nee ich auch nicht"
"Was, essen wir heute Abend? Worauf hast du Appetit? Wonach ist dir? (Fangfrage) *kicher* - ach übrigens, wir brauchen auch noch Brot für´s Frühstück ... "
" Keine Ahnung, was muss denn weg? ...."

Nee, oder? Das will doch niemand hören. Als wenn bei uns was WEG müsste  .... tzzz. Naja, ich glaube das kann man jetzt deuten wie man will. Aber gut, Herr Wolllaus hat es ja so gewollt und ich zähle meine lange Liste der Dinge auf, die weg müssen oder feiner formuliert, die noch als Vorrat vorhanden sind und für ein Abendessen geeignet erscheinen, die da wären:

frischer Salat aus dem Gewächshaus
Matjes
Spargel
Kartoffeln
Tomaten
1/2 Gurke
Käse
Joghurt
Quark

???

"Was soll denn DARAUS werden?"
Diese Frage allerdings war nicht ganz unberechtigt und ganz ehrlich, ich wusste es auch nicht - was frau aber niemalsnicht zugeben würde. Den Teig für ein Toscanisches Brot, welches ich stur nach dem Rezept von Giuliana mache, hatte ich schon angesetzt. Und der Salatkopf war schnell abgeschnitten, wie auch die Kräuter Schnittlauch, Petersilie, pfeffriger Oregano, Zitronenmelisse, glatte Petersilie und Rucola. Ein großer Salatteller schwebte mir vor, der groß genug ist, dass wir beide direkt davon essen können. Das macht Spaß! Ein Gläschen Rotwein und das mehr als skeptische Gesicht meines Mannes, indem man die Erleichterung ablesen konnte, dass man notfalls beim Dönermann auch Pizza bestellen kann, waren in dem Moment Motivation genug.

Los geht´s!
Die Kartoffeln habe ich geschält und in Scheiben geschnitten, um einen schnellen Kartoffelsalat zu machen, der nicht erst ziehen muss. Dazu habe ich Wasser in eine Pfanne gegeben und mit Salz und Galgantwurzel gewürzt, um darin die Kartoffelscheiben zu garen. Während dessen, hab ich den Spargel geschält und in einer weiteren Pfanne sachte gebraten.

Alle anderen Zutaten musste ich dann nur noch in Stücke schneiden und die warmen mit den kalten Zutaten mischen.

Den Salatkopf habe ich gezupft und als Basis auf den Teller verteilt. Die erste Mischung bestehend aus den Kartoffelscheiben, den Matjesstücken und den Gurkenwürfeln habe ich mit Zitronenmelisse, Schnittlauch und Chili gewürzt. Die zweite Mischung aus Spargel und Tomaten habe ich mit glatter Petersilie, pfeffigem Oregano und Rucola, etwas Zucker und Balsamico gewürzt. Die erste Mischung kommt in die Mitte des Tellers und die Spargel-Tomatenmischung schön außen drumrum. Noch ein bisschen Geklecker aus Joghurt oben drauf und ein Hauch frisch gemahlener Pfeffer - fertig!

Den Quark habe ich mit dem Joghurt glatt gerührt und ein Teelöffelchen voll Bärlauchpesto dazu gegeben. Fertig!

"WIR KÖNNEN ESSEN!"



Fazit: Die Tatsache, dass keine Pizza bestellt wurde und die Dose mit der Donnerstagsversorgung heute Morgen auch nicht mehr auf dem Tisch stand, spricht für sich :-)

Dienstag, 5. Juni 2012

Jeden Tag ...

... werden es ein paar mehr von diesen leckeren roten süßen Früchtchen ...



... und passend dazu habe ich auch gleich noch frischen Joghurt angesetzt.


Damit hätten wir schon mal die Nachspeise. Und was soll es davor geben?

Vielleicht ein Zuchini-Tomatengemüse mit Minze und Kartoffelspalten dazu? Oder gebratener Spargel mit Salbei in Eierkuchen? Hmmm ... grüner Salat wäre auch noch im Gewächshaus. Oder vielleicht doch lieber Petersiliensoße und Ei oder Fisch? Schwierig!
Am Ende gibt´s dann Tomatenbrot mit Zwiebel oder sowas in der Art *lach*



Da fiel die Wahl den Sonntagsessens doch wesentlich leichter. Davon wollte ich euch nämlich noch erzählen.
Ich hatte ja bereits davon berichtet, dass die erste Heuernte im Trocknen ist. Die richtige Zeit also, mal wieder einen Heubraten zu machen. Die Pfälzer werden es kennen. Hier in der Region wird man dann doch etwas skeptisch beäugt, wenn man nur davon berichtet.  Naja mal ehrlich, so ganz normal sieht das doch auch nicht aus, oder?


Unter dem Heu versteckt sich ein Braten. Das kann Rind sein, Hammel, Kaninchen - ganz wie man möchte. Der Braten wird von allen Seiten angebraten mit Zwiebel, Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Petersilie, gewürzt mit Pfeffer, Salz und etwas Chili und mit gutem Rotwein abgelöscht und dann in Heu gepackt. Das Ganze kann dann im Backofen oder auch auf kleiner Flamme geköchelt werden.
Das Heu muss man dann nicht essen. Keine Bange! Das ist nur für das Aroma und sollte deshalb auch von einer Wiese stammen, die man kennt und wo man weiß, dass da nichts Bedenkliches drauf ist. Also wie beim Wildkräuter sammeln auch.
Bei uns gab es dazu Spargel und Kartoffeln.

Montag, 23. April 2012

Eine Pflanzenvielfalt ...

... macht sich derzeit breit. Noch ist nicht allzuviel in unserem Garten passiert. Erst war es schon fast zu warm, dann wieder zu kalt und definitiv zu trocken. Der Regen löschte leider nur die Staubschicht. Ein verrücktes Frühjahr ist das!

Aber es ist ja noch nicht zu spät. Vieles von dem, was ich dieses Jahr anbauen möchte, wird eh erst in den nächsten Wochen in die Erde gebracht. Wobei ich dennoch leicht neidisch zu meinem Nachbarn schiele, der wieder fein säuberlich Reihe für Reihe gezogen und exakt mit Schildchen bestückt hat. Ach ja! Schön sieht das aus!

Aber dafür hat er bestimmt nicht wie wir leckeres "Unkrautessen" auf dem Tisch *zwinker*. Experimentell geht es in meiner Küche zu. Während schon Brennnesseln getrocknet im Glas sind, wird derzeit der Bärlauch konserviert. Aber am besten schmeckt es eben immer noch ganz frisch gepflückt.
Habt ihr das schon mal probiert ... eine Kartoffelsuppe gekocht mit grünen Erbsen und Gurke mit Bärlauch, Weißwein, etwas Frischkäse und Balsamico verfeinert? Oder eine Forelle mit Bärlauchbutter und selbst gebackenes Bärlauchbrot und dazu ein Wildkräutersalat? Und wer sagt eigentlich, dass gebratener Kohlrabi nicht auf ein Bett von Giersch passt?

Kritisch wird es bei den Thüringer Regionalgerichten. Kartoffelsalat und Bratwurst zum Beispiel. Jede Familie scheint hier ihr "Spezialrezept" für DEN Kartoffelsalat zu haben. Ich habe zwei davon. Das eine ist die Majonaise-Kräuter-Variante und das andere die Essig-Öl-Speck-Variante aus Omas Zeiten mit Gartenkräutern. Aber da die Definition "Kräuter" sehr weitreichend sein kann, probierte ich es mal Vogelmiere unter zu schummeln. Probiert es mal aus! Noch etwas Bärlauch und Schnittlauch dazu, etwas Majoran und wer will einen Hauch Bohnenkraut. Und wem das zur Bratwurst nicht schmeckt, der legt sich die Wurst eben in die Semmel und brät sich ein Spiegelei zum Salat.

Was ebenfalls ohne mein Zutun im Garten wächst, ist der Rhabarber. Ein paar Tage lasse ich ihn noch, damit er noch etwas länger wird. Derweil hole ich mir ein paar Inspirationen und schaue mal, was ich an Frostobst zum Kombinieren habe ....

Sonntag, 24. Juli 2011

Herbstvorbereitungen?

Also mal ehrlich, das ist doch im Moment alles andere als ein Sommer! Statt luftiger Kleidung trägt man Socken und dicke Pullover und arbeitet sich im Garten warm. Statt Lagerfeuer macht man Kaminfeuer ... und nächste Woche sollen die Temperaturen in den einstelligen Bereich fallen ...

Da hilft nur positives Denken, auch wenn der Duft von Bohnenkraut im Moment eher an warme Bohnensuppe im Herbst als an hochsommerlichen Bohnensalat erinnert. Um so leichter fällt das Stricken von Socken, Mützen und Schals - aber wie gesagt, man muss nur die positiven Seiten finden.

Aber mal der Reihe nach. Nachdem ich nun letztens schon einmal Johannisbeeren & Co. zu Grütze verarbeitet hatte, habe ich nun die letzten Johannisbeeren in schwarz/rot/gold ebenfalls zu Solcher verarbeitet, allerdings diesmal zusammen mit roten Stachelbeeren - statt der Sauerkirschen -















und einem Hauch von Himbeeren - anders - aber auch lecker!

Was derzeit wirklich an Sommer erinnert, sind meine Kräuter.















Stellt euch nun dazu ein Essen aus Bratkartoffeln und Kräuterquarksoße vor, noch etwas Knoblauch dazu und ein Gläschen Rotwein ....

Und wenn wir schon mal beim Thema Essen sind, will ich euch nicht vorenthalten, dass ich mich nur wegen dem Wetter nun doch nicht für Bohnensuppe entschieden habe, sondern für die Sommervariante Salat aus gelben Bohnen ...















... und das nur wegen der Tradition. :-)
Gelbe Bohnen sind für mich ohnehin die pure Salatbohne und Herr Wolllaus bevorzugt dazu Gulasch und Kartoffeln ... und eine Mischmaschine .... *lach*

Aber gut, es geht derzeit nicht nur um´s Essen - wobei man sich bei den Temperaturen wirklich langsam einen Winterspeck anfuttern könnte.
Auch wolltechnisch ist einiges am Laufen ...
Am Abend dreh ich am Rad ... im wahrsten Sinne des Wortes, denn unsere Alte Lady hat schon einiges an Wollzigarren ausgespuckt, die ausprobiert werden wollen. Ja ... sie lebt und funktioniert auch - nur wir brauchen noch etwas Übung im Umgang mit der alten Dame. Nicht die beste Wolle haben wir zuerst verarbeitet und zugegeben, die hatte ganz schön Einstreuanteile. Da ist es dann gut, wenn JEMAND diese Situation erkennt und man überrascht wird. Dank Heike ist nämlich ein echter Drecksack bei mir eingezogen



















So muss ich nun nicht mehr nach jedem Spinnen den Staubsauger bemühen und habe mehr Zeit für wichtige Dinge.
Socken werden im Moment im Zeitraum von Wartezeiten gestrickt und größere Projekte für den Herbst - wie dieses -



















entstehen an meinen freien Tagen.

Letzte Woche, an einem meiner "freien Tage", habe ich mal wieder eine Ferienveranstaltung absolviert und zusammen mit 30 Kindern Filzwollfrösche zum Leben erweckt. Lustige grüne Frösche mit schwarzen, grünen, rosa- und pinkfarbenen Augen, gebändigt an einem Schlüsselanhänger. Und wie es im Leben manchmal so ist, hat man ausgerechnet in so einer Situation die Kamera vergessen ... aber ich glaube, ich hätte euch diese Frösche schon mal gezeigt.

Und "last but not least" - ich kann nun endlich verkünden, dass unsere Baustelle bis auf die von uns zu erledigenden Dinge beendet ist. Die entstandenen grauen Haare können gefärbt werden, die Nerven werden sich hoffentlich erholen und ich weiß, dass ich sobald keine Baumaßnahme in Angriff nehmen werde....

Donnerstag, 9. September 2010

Experimentell veranlagt ...

... bin ich schon ein bissel. Und so probiere ich hier und da mal was Neues in Sachen Färben, stricke mal drauf los, um mal zu sehen, was draus wird oder ändere mitten im Stricken den Verwendungszweck. Erst gestern bin ich etwas planlos in die Dekoration im Schloss gegangen und ließ letztendlich mein Bauchgefühl entscheiden, wie die Seidentücher platziert werden. Wir fanden ... Es sieht gut aus!

Aber auch beim Kochen lasse ich mich gern von neuen Kombinationen und Kreationen überraschen. Ein Schinkenbrot mit Pflaumenmus ist nun nicht so meins. Marmelade auf Käse passt schon, wenn es sich bei beidem um die richtige Sorte handelt. Aber bei Leberwurst mit Nuss-Nougatcreme streike ich. Doch manches passiert auch unfreiwillig, in dem man z.B. gedankenlos am Frühstückstisch Marmelade auf das Kümmelbrötchen macht ...  ihhhhh ...nicht wirklich ein Genuss.

Heute Morgen beim Frühstück: Ich hatte gestern leckere Salbeibrötchen gebacken. Tomaten sind da echt lecker dazu!















Noch etwas verbimmelt und müde schmierte ich die Butter drauf während der Kaffee zu duften begann und im Radio etwas Interessantes kam. Routinemäßig griff ich zum Honigglas und strich brav den Honig auf die Semmel .... ups! Da muss ich nun wohl durch und wenigstens mal probieren.
Aber was soll ich sagen ... Honig auf Salbei ist lecker und erinnert kein bisschen an Halswehtee.
Ob es daran liegt, dass der Salbei erst in Olivenöl leicht angebruzelt wird, bevor er in den Brötchenteig kommt?
Wie auch immer, die 2. Hälfte meiner Semmel bekam dann aber doch ihren Tomatenbelag.

Mittwoch, 21. April 2010

Was da wohl drin ist?

Na gut, ich bin ja garnicht so und verrate, dass das mein Wintervorrat an Bärlauchpaste ist, den man ja eigentlich bei dem Wetter durchaus gleich verwenden könnte. Ja es waren schon einige Blätter, die dazu gesammelt werden mussten. Gemacht habe ich diese Paste nach dem Rezept 
Ernährungsberater sagen zwar, dass es besser wäre Olivenöl zu verwenden, aber ich bin der Meinung für die Konservierung ist das verwendete Distelöl schon o.k.
Olivenöl hat mir zu viel Eigengeschmack. Außerdem wird das Distelöl aus Saflor, auch Färberdistel genannt, gewonnen und somit passt es doch auch schon wieder ganz gut zu mir. Meine Adresse für Öl und auch Mehl ist übrigens diese.
Der im Startbild links zu sehende ältere Herr ist übrigens der Seniorchef der Mühle und vor ein paar Jahren hatten wir mit Freunden aus Sachsen das Glück, dass wir eine Mühlenführung außer der Reihe bekamen. Ich glaube es war die letzte Woche vor dem Umbau der Mühle. Ein Erlebnis der besonderen Art mit wieviel Stolz und Leidenschaft dieser Mann seine Mühle und seine Arbeit präsentiert hat. Das Leuchten in seinen Augen wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Montag, 19. April 2010

Dies und jenes Kräutlein

Ach ist es nicht herrlich, wenn man im Sonnenschein unterwegs ist! Und vor allem ist es wieder ein emsiges Laufen, denn man hat wieder Tütchen in der Tasche und kann seine Gabe als Sammlerin wieder richtig ausleben. Und während Giersch und Brennnessel sich bei im eigenen Garten auf die Ernte vorbereiten, muss der Bärlauch z.B. unterwegs eingefangen werden. Und so trifft man dann im Wald Holländer, die sich mit allerei Kräutern eindecken. Ob sie gestern auch so einen leckeren Wildspinat wie ich gemacht haben, weiß ich leider nicht. Ich für meinen Teil muss mir jetzt noch Distelöl besorgen und dann stehen heute Abend hier einige Gläschen Bärlauchpaste ... ja mit dem Wintervorrat muss man beizeiten beginnen!


Jetzt stellt euch noch dazu vor: Es ist still, nur die Vögel zwitschern, die Sonne schimmert durch die Baumwipfel und es riecht ein bischen nach Sommer ...