Montag, 2. September 2013

Eigentlich wie immer ...

... nach dem Markt ist vor dem Markt  ... und nach dem Markt heißt auch: 3 Tage lang gewuselt zu haben.

Den ersten Tag verbringe ich meist mit räumen und packen, hier noch Wolle aufhängen, da noch ein paar Fäden verstechen, Kleinkram sortieren, Körbe auffüllen, Spinnrad bestücken, Färbung vorbreiten und wenn alles auf dem Auto ist, dann besteht die selten günstige Gelegenheit mal ordentlich die Werkstatt sauber zu machen und aufzuräumen. Zum Abschluss des Tages noch einmal einen gedanklichen Gang durch´s Auto, damit nichts vergessen wird, dann noch ein Gläschen Roten und spätestens dann ist die Kiste im Treppenhaus mit Dingen voll gepackt, die ich dann im Laufe des Abend doch noch zusammen gesammelt habe, denn jeder Markt ist anders. Das schlimmste was passieren kann ist, wenn man die Handspindel vergessen hat und kleinen Mädchen dann nicht zeigen kann, wie Dornröschen damals gesponnen hat. Das passiert mir bestimmt nie wieder!  

Der 2. Tag - der Markttag - Action - zeitiges Erscheinen verhindert oft ein Verkehrschaos ;-) naja zumindest fast immer.
In Ruhe aufbauen zu können entschädigt dann doch irgendwie für das zeitige Aufstehen. Und wenn man sich so umschaut, sind doch alle noch irgendwie müde und still. Jeder werkelt so vor sich hin, hier und da mal ein kurzer Austausch, was so seit dem letzten Markt passiert ist. Wer fertig ist, macht die Runde und besucht die, die wie ich eine gefühlte Ewigkeit zum Aufbau brauchen. Dann wird hier gezubbelt und da drapiert, bis dann endlich alles so ist, wie ICH mir das vorstelle und wehe, da steht einer im Weg  rum ;-)

Fertig! ... und noch vor dem offiziellem Start des Marktes hatte ich es dann endlich geschafft.


Was dann kommt, ist marktabhängig. Manche Markttage verstreichen wie im Flug und andere Tage ziehen sich wie Kaugummi. Letzten Samstag zum Färbefest habe ich fleißig gefärbt, aber auf der Spule vom Spinnrad hat sich nicht viel getan. Wie auch, wenn man ständig am erklären ist, was es mit den Cochenilleläusen auf sich hat. Die offizielle Bezeichnung meiner Färbung an diesem Tag war: Camparisuppe mit Spagetti alkoholfrei :-) und ich kann euch sagen, die verschiedenen Züge strahlten am Ende des Tages um die Wette.



Noch andere Faktoren hielten mich vom Spinnen ab, nämlich die unendlich vielen netten Gespräche mit alten und neuen Bekannten, mit Leuten, die ich aus dem Internet aus Listen und Foren kenne und die nun endlich ein Gesicht haben. Ich bin nicht viel rum gekommen und manch einer möge mir verzeihen, dass ich wenig Zeit hatte. Es gab ein Wiedersehen mit Karin Tegeler und ihren Pilzfärbungen, die mich immer wieder faszinieren., einen kurzen Plausch mit den Frauen der Handspinngilde und ein kurzer Blick auf ihre Ausstellung - eine Wahnsinnsarbeit. Und dann war der Tag auch schon wieder rum.
Input buffer overflow wäre wohl die richtige Bezeichnung zum Abschluss des Tages :-)

Den 3. Tag brauche ich dann nach so einem rasanten Markttag zum Ausräumen, Sortieren und Resümee ziehen, zum Waschen meiner Marktfärbung oder Wolle wickeln, auffüllen von Tüten und Visitenkarten und und und ... Und meist bin ich dann gedanklich schon wieder beim nächsten Wochenende - beim Vorbreiten des nächstes Marktes immerhin ist am Sonntag Tag des offenen Denkmals. Bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun, denn auch da werden Spinnrad und Färbetopf im Gepäck sein. Und nach der Camparisuppe sollte ich mir nun was Neues ausdenken ...
Wer Lust hat, kann mich in der Domäne Groschwitz finden. Dort steht nicht nur mein Färbetopf, sondern viel größere Töpfe mit Klößen und Braten - immerhin ist Sonntag und ein Besuch dort lohnt sich auf alle Fälle.
Sehen wir uns?

Spannend wurde es dann gestern Abend auch noch im Hause Wolllaus und die Devise war: Bloß nix durcheinander bringen! Wie es der Zufall nämlich so wollte, kamen letzte Woche gleich 2 große Wanderpakete bei mir an, einmal das WWWP von Sissi mit allerlei Gewerkeltem und dann noch Ute Robinson´s Wollpaket mit Kammzügen und Wolle. Und da Herr Wolllaus doch einige Zeit mit unserem nicht funktionierendem Geschirrspüler beschäftigt war, konnte ich alles in aller Ruhe alles ausbreiten, darin schwelgen und mit ein paar Dinge raus fischen. Immer wieder spannend! Der Geschirrspüler will zwar immer noch kein Wasser einlaufen lassen, aber ich habe Beute gemacht und die Pakete neu bestückt, die heute wieder auf Reisen gehen.
Hier die Beute aus dem WWWP

 
und die Beute aus Ute Robinson´s Wollpaket


Also ihr seht, Langeweile wird wohl nicht aufkommen bei mir. So verführerisch die Wolle auch ist, sie muss noch warten, denn heute wird kein Färbetag und kein Gartentag - es tröpfelt nämlich - und das Spinnrad macht heute auch mal Pause, denn heute komme ich endlich  mal dazu die Socken zu stricken, die schon so lange auf der Warteliste sind ...

Also habt eine schöne Woche! Bis bald ...



Kommentare:

  1. Sooo schöne Sachen hast Du da aus den Paketen gefischt. Ich freu mich auch schon. Hab extra frei genommen, damit ich zu Haus bin, wenn der Postbüddel kommt ;-)
    Lieben Gruß
    Elke

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  2. Du und lange Weile nie nich;O))). Irgendwann schaffe ich es auch mal zum Färbefest.
    LG Sheepy

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  3. Einen schönen Einblick in deine Marktaktivitäten hast du uns da gegeben. Toll sehen deine Pflanzenfärbungen aus! Hast ja viel Wolle angesammelt für den Markt, dein Stand gefällt mir sehr gut.
    Deine Schätze aus dem Wanderpaket können sich auch sehen lassen, also Langeweile wirst du bestimmt nie bekommen...

    Liebe Grüße
    Moni

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  4. wunderbar...........
    deine beschreibungen hier, macht wirklich freude mal so einen tieferen blick ich dein "woll-leben" zu werfen und dein stand ist sooooooo schön.
    wie schade nur, dass der weg für mich doch nen bissle weit ist.
    ich würd das so gern mal live sehen.

    ein grüßle sendet dir flo

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  5. Liebe Kathrin,
    ich wollte so gerne nach Groschwitz kommen, aber großes Kind mit Enkelzwerg bringt einem immer die Planung durcheinander. Bist Du in nächster Zeit mal wieder auf einem Markt?
    LG
    Sylke

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Danke für deinen Kommentar
LG Kathrin