Donnerstag, 24. Oktober 2013

Herbstsonne und ...

... so gar keine Lust, den Farbtopf in den Winterschlaf zu schicken, denn noch immer erreichen mich kleine Tüten mit Blütenspenden.

Obwohl bereits die Kälte die meisten Tagetes und Dahlien hier bei uns auf den Kompost geschickt hatte, gibt es doch noch ein paar tapfere Pflanzen an geschützten Orten, die ihre Besitzer mit Blüten erfreuen und im Anschluss auch mich, wenn ich sie zum Färben nehmen kann. Und so kam es, dass ich all meine bereits geputzten Töpfe wieder raus geholt habe und nun Kleinfärbungen von 1-2 Strängen mache. Ob sich das lohnt? Klar auf alle Fälle, denn die Farben sind jetzt irgendwie anders und bestätigen damit meine Erfahrungen, dass es auch auf den Zeitpunkt an kommt, wie die Farbe ausfällt - links die Dahlien, die kein orange aber ein schönes gelb geben und rechts die Tagetes, die ein leuchtendes gelb gezaubert haben.


Selbst die abgeblühten Knubbel der Sonnenhüte ergaben noch dieses einmalige Grün. Naja ... und wenn man dann schon mal dabei ist und noch ´nen Topf frei hat ...


Und so färbe ich mich gerade in den Rausch der Herbstfärbungen - das blau steht selbstverständlich für den wundervollen Herbsthimmel ;-) Inspiriert von der Gartenarbeit entstehen in meinem Kopf gerade die schönsten Farbkreationen. Mal sehen, ob mir das Wetter hold ist, dass ich sie noch umsetzen kann.

Für die Wartezeit beim Färben hab ich mir meine Strickecke hübsch gemacht ...


... und natürlich denke ich auch an meine Mitbewohner die Igel und Vögel und habe da schon mal was vorbereitet ...


... denn seit meine Werkstatt steht, hat jedes Jahr ein Igel in so einem Haufen überwintert. Noch ein paar Reißigzweige kommen als Abdeckung drauf und dann sollte es wieder schön gemütlich drin werden.

Und obwohl es mich in den Fingern kribbelt, mal mit den Beeren des Ligusters zu färben, haben wohl die Amseln mal wieder die besseren Argumente, es doch nicht zu tun :-)

Mein Maronenbaum hatte dieses Jahr recht üppig geblüht und es waren auch mal wieder Früchte dran, aber alles leer, nix drin zum naschen. Die runter gefallenen Blütenstände kamen in den Farbtopf und ich war begeistert. Den Traum von einer reichen Ernte werde ich wohl nun endgültig streichen. Vielleicht ist es nicht der richtige Standort, vielleicht ist es ihm zu kalt oder vielleicht ist es eben so, dass der Frostschaden in seinen jungen Jahren doch zu heftig war. Überall wachsen Pilze am Stamm. Eins weiß ich jedenfalls jetzt schon, wenn er weichen muss, kommt ein schöner Apfelbaum dort hin :-)


Kennt ihr auch den Spruch: Jammern hilft nicht?
Stimmt nicht! Mein Gejammer, dass ich nicht ein Bild von meinem Stand am Wochenende habe, hat gefruchtet und ich bekam dieses hier zugeschickt.


Jetzt müsst ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen, wie es wohl dahinter aussah ;-)

So! Und ich werde mich jetzt mal wieder meinen Töpfen widmen, denn ein paar Stränge weiße Wolle sind noch da ...

Kommentare:

  1. So viele schöne Stränge hast Du schon bunt. Dann kann ich mir vorstellen, dass es in Deinem Marktstand auch so vielfarbig gewesen ist...
    Liebe Grüße
    Elke

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  2. Toll, Deine Färberei. und ich bin echt gespannt, wie der Marktstand von innen aussieht. KannstDu nicht vielleicht eine Rubrik mit Deinen Marktterminen einrichten? Vielleicht treffen wir uns dann mal "in echt".

    GLG Elke

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    1. Hallo Elke, die gibt es schon auf www.wolllaus.com bzw. wird hier vom Blog aus dahin geleitet :-)

      LG Kathrin

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  3. Schöne Farben - kann mir vorstellen, was für einen Spaß es Dir bringt. :-)

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  4. Na farbig herbstlich bunt ;O))), wenn du bloss nicht so weit weg wärst.
    Liebe Inselgrüße
    Sheepy

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Danke für deinen Kommentar
LG Kathrin